Aktuelles
01.09.2010   
Dagmar Freitag besucht das Mädchenfußballturnier des TuS Iserlohn
 
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Am Sonntag, den 29.August 2010, besuchte die heimische Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Sportausschusses, Dagmar Freitag, das Mädchenfußball-Turnier des TuS Iserlohn. Bei gar nicht sommerlichem Wetter ehrte Dagmar Freitag die Siegerinnen des Turniers und hatte Gelegenheit, sich mit den bestens gelaunten Mädchen auszutauschen - auch die Abgeordnete spielte als junges Mädchen Fußball.
 
30.08.2010   
DFB-Gespräch mit Dagmar Freitag: "Generalprobe für 2011 war ein voller Erfolg"
 

Frauen gewinnen, gerade auch im Fußball. Die Nationalmannschaft ist aktueller Welt- und Europameister. Auch an der Basis stimmt die Entwicklung. In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Zahl der Mädchenteams verdoppelt.

Um über die Gegenwart und Zukunftschancen zu diskutieren, hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für drei Tage in die Mainzer Rheingoldhalle zum Frauen- und Mädchenfußballkongress 2010 "Alles, außer Abseits!" eingeladen. Kurt Beck, Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, hatte die Schirmherrschaft übernommen.

 

Auch Dagmar Freitag war nach Mainz als Gastrednerin gekommen. Seit 1994 sitzt die ehemalige Englisch-Lehrerin für die SPD im Deutschen Bundestag, im vergangenen November wurde sie zur Vorsitzenden des Sportausschusses gewählt. Und wenn der mitgliedsstärkste Einzelsportverband einen dreitägigen Kongress zum Thema Frauen- und Mädchenfußball veranstaltet, dann ist das für die 57-jährige Politikerin schon so etwas wie eine Pflichtveranstaltung.

Frauen sollen Sport treiben, sagt Dagmar Freitag‚ "unfeminine" Sportarten kennt sie nicht. Und auch in den Spitzenpositionen der Verbände wünscht sie sich mehr Frauen. "Aber wir Frauen müssen uns diese Positionen auch erobern wollen", sagt sie im DFB.de Gespräch der Woche mit Onlineredakteur Thomas Hackbarth.

 

DFB.de: Frau Freitag, was ist denn mit dem alten Diktum geschehen, dass Sport und Politik nichts miteinander zu tun haben?

Dagmar Freitag: Das war damals genauso falsch wie heute, denn Politik und Sport haben reichlich Gemeinsamkeiten. Beide wirken in und für die Gesellschaft, oft genug überschneiden sich die Zielsetzungen. Mit Ausnahme des Fußballs erhalten die meisten Spitzensportverbände hohe Zuwendungen vom Bund. Also schauen wir da auch genau hin. Oder lassen Sie uns einen Blick zurück auf die WM in Südafrika werfen: In der deutschen Mannschaft standen etliche junge Männer mit ausländischen Wurzeln. Für uns Fans war das unsere Nationalmannschaft, die ein großartiges Turnier gespielt hat. Die Frage der Herkunft der Spieler spielte - wenn überhaupt - in der Diskussion eine positive Rolle. Auch dieses Beispiel zeigt die gesellschaftspolitische Wirkung des Sports.

 

DFB.de: Wie zufrieden sind Sie mit der Gleichstellung der Frau im Sport?

Freitag: Das Thema ist nicht neu. Sowohl der Deutsche Olympische Sport-Bund als auch der DFB bemühen sich seit vielen Jahren und durchaus mit steigendem Erfolg, Frauen dafür zu begeistern, sich ehrenamtlich einzubringen. Ich möchte Frauen auch ausdrücklich ermuntern, sich dafür zur Verfügung zu stellen. Der Status Quo ist dennoch nicht zufriedenstellend. Im Geschäftsführenden Präsidium des Deutschen Leichtathletik-Verbandes bin ich beispielsweise nach wie vor die einzige Frau.

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30.08.2010   
Im Interview mit den RuhrNachrichten: Dagmar Freitag über Dopingkampf und Olympia 2018
 
DORTMUND Die 100-Tage-Grenze im Amt hat Dagmar Freitag, Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag, längst überschritten. Im Interview berichtet die Politikerin aus Letmathe auch über ihre jüngste Reise zu den Jugendspielen in Singapur.Von Gerd Strohmann

Sie sind gerade aus Singapur zurückgekehrt. Welche Eindrücke konnten Sie sammeln?

Dagmar Freitag: Die Stimmung sowohl im deutschen Team als auch bei den Athleten untereinander habe ich als großartig empfunden. Kein Wunder, wann bekommt man in dem Alter schon mal solch eine Chance? Auch die neuen Wettkampfformen wie Kontinentalteams im Fechten beispielsweise sorgten für echte Begeisterung, übrigens auch bei Trainern und Betreuern.

Also eine rundum gelungene Sache?

Freitag: Einen Wermutstropfen lieferte mein Blick auf das „Cultural and Education Programme“, das den Jugendlichen nach dem erklärten Willen des IOC den Blick für die Olympischen Werte schärfen sollte. Hier suchte man einen eigenständigen Baustein zum Anti-Doping-Kampf vergeblich – aus meiner Sicht ein absolutes Versäumnis, denn welche Zielgruppe wäre für Anti-Doping-Präventionsprogramme besser geeignet als 14- bis 18jährige?

Vor den Tagen in Singapur gab es auch grundsätzliche Bedenken gegen die Spiele...

Freitag: Auch ich habe nach wie vor Zweifel, ob 14jährige schon an solchen Wettkämpfen, die natürlich nichts anderes sind als Hochleistungssport, teilnehmen sollen. Die heute 10jährigen können Teilnehmer der nächsten Olympischen Jugendspiele 2014 sein. Wer schließt aus, dass überehrgeizige Eltern oder verantwortungslose Trainer jetzt beginnen, diese Kinder auf dieses Event vorzubereiten – mit welchen Methoden auch immer?
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