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Rede von Dagmar Freitag zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik |
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Die Rede von Dagmar Freitag in der Bundestags-Debatte am 21. März 2013 zum Entschließungsantrag der SPD-Bundestagsfraktion zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik im Wortlaut (der Antrag wurde mit den Stimmen der
Koalition abgelehnt):
"Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Die
Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik war in der Vergangenheit immer ein ganz
bedeutsamer Baustein deutscher Außenpolitik. Herr Polenz, Sie haben darauf hingewiesen:
Insbesondere die zahlreichen Initiativen des Auswärtigen Amtes in der Amtszeit
von Minister Steinmeier haben hier Maßstäbe gesetzt. Das gilt im Übrigen für
die Steigerung der Haushaltsmittel ebenso wie für inhaltliche Impulse.
(Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten des BÜNDNISSES
90/DIE GRÜNEN)
Frau Staatsministerin, selbstverständlich ist es das gute
Recht einer jeden neuen Regierung, eigene, vielleicht auch tatsächlich neue
Schwerpunkte zu setzen. Von daher haben wir durchaus mit einem gewissen Interesse
im Jahr 2011 Ihrem Konzeptpapier zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik
entgegengesehen.
Doch nicht allein aus Sicht derer, die sich in besonderer
Weise dem Sport verbunden fühlen, war das Papier eine einzige Enttäuschung. Es
löste Reaktionen aus, die von Kopfschütteln bis hin zu völliger
Verständnislosigkeit reichten.
(Claudia Roth [Augsburg] [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Das stimmt!)
Letzteres übrigens nicht etwa nur aus den Reihen meiner
Fraktion, sondern gleichermaßen von den bewährten Partnern aus dem
organisierten Sport. Unglaublich, aber wirklich wahr, Frau Staatsministerin:
kein Wort zur Rolle des Sports im gesamten Papier, erst später, dürftig
nachgebessert, ein dürrer Halbsatz.
Aber, Herr Kollege Koppelin, das passt ja ins Bild einer
stetigen Kürzung dieses Haushaltsansatzes für den Sport im Einzelplan 05 seit
2010. Die Regierung dieser Koalition trägt die Verantwortung für die
Reduzierung der Mittel in Höhe von 5 Millionen Euro im Jahr 2010 auf
mittlerweile nur noch 4,5 Millionen Euro. Das, Herr Kollege Koppelin, liegt
auch in Ihrer Verantwortung.
(Beifall bei der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Patrick
Kurth [Kyffhäuser] [FDP]: Aber 200 000 mehr als noch 2005, das gehört auch zur
Wahrheit dazu!)
– Wollen Sie eine Zwischenfrage stellen? Dann können Sie das
gerne tun.
(Patrick Kurth [Kyffhäuser] [FDP]: Ich kann ja
dazwischenrufen!)
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, die stiefmütterliche
Behandlung des Sports in der Konzeption des Auswärtigen Amtes steht nur
beispielhaft für eine offenkundige Neuausrichtung – die Kolleginnen haben
bereits darauf hingewiesen – der gesamten Auswärtigen Kultur- und
Bildungspolitik.
Statt einer werte- und bildungsorientierten, gesellschaftlichen
Entwicklungen angepassten Politik auf Augenhöhe wird hier ganz offensichtlich
ein Kurswechsel in Richtung eines von eher wirtschaftlichen, politischen und
geostrategischen Zusammenhängen dominierten Rahmens angestrebt. Das ist nicht
unser Weg.
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Impressionen vom Frühjahrsempfang der SPD-Bundestagsfraktion am 20. März 2013 |
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Verena
Bentele (unter anderem 12-fache Paralympicssiegerin in Biathlon und
Skilanglauf), Ulrich Matthes (Schauspieler am Deutschen Theater Berlin
und einer der herausragenden deutschen Synchronsprecher) und Dagmar
Freitag

Linda Stahl (Bronzemedaillengewinnerin im Speerwurf bei den Olympischen Spielen in London), Frank-Walter Steinmeier und Dagmar Freitag

Erinnert
wurde im Rahmen des Empfangs an Otto Wels, der vor 80 Jahren seine
legendäre Rede gegen das Ermächtigungsgesetz der Nationalsozialisten im
Reichstag gehalten hat.
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80. Jubiläum von Wels-Rede gegen Ermächtigungsgesetz |
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Otto Wels war ein Mann, wie es sie nicht oft
gibt - ein gradliniger, freiheitsliebender Demokrat, der bereit war,
für seine Ideale notfalls mit seinem Leben einzutreten. Vor genau 80
Jahren hielt der damalige Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten im
Reichstag seine legendäre Rede gegen das Ermächtigungsgesetz der
Nationalsozialisten. Die SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag gedenkt ihm und seinen
Mitstreiterinnen und Mitstreitern an diesem Mittwoch.
Die Rede von Wels, gehalten unter den
drohenden Augen der Nazi-Schergen, bestimmt bis heute das
Selbsverständnis der Sozialdemokratie. Das Ermächtigungsgesetz bedeutete
das Ende des Parlamentarismus und den Ausgangspunkt der
Nazi-Schreckensherrschaft. Die Mitglieder der SPD-Fraktion - zumindest
diejenigen - die noch in Freiheit waren - stimmten als einzige Fraktion
gegen dieses furchtbare Gesetz.
Otto Wels ergriff stellvertretend für die Sozialdemokraten das Wort
und bekannte sich in seiner mutigen Rede zu Menschlichkeit,
Gerechtigkeit und Demokratie. Der berühmteste Satz: "Freiheit und Leben
kann man uns nehmen, die Ehre nicht!"
Hier kann man sich die Rede noch einmal anhören.
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Die SPD fordert: Bezahlbares Wohnen in der Sozialen Stadt |
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In Ballungszentren steigen die Mieten.
Bezahlbare Wohnungen werden knapp. Familien, Alleinerziehende und ältere
Menschen finden in den Innenstädten keine Wohnungen mehr, die sie sich
leisten können. Eine zusätzlichen Belastung sind steigende Strom- und
Heizkosten. Die SPD will konsequente Maßnahmen ergreifen, bezahlbares
Wohnen überall zu ermöglichen.
In einem gemeinsamen Positionspapier von
Peer Steinbrück, Frank-Walter Steinmeier und Stephan Weil (Spitzenkandidat der SPD in Niedersachsen) sind Thesen
und Maßnahmen formuliert, die den Anstieg der Mietpreise begrenzen
sollen und Investitionen in Wohnungsbau, energetische Sanierung und den
familien- und altersgerechten Umbau von Häusern und Wohnungen
voranbringen werden.
SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier sagte: "Junge Familien finden vor allem in
Großstädten kaum noch bezahlbaren Wohnraum. Das wollen wir ändern." Der
SPD gehe es vor allem darum, die von Schwarz-Gelb verrutschte Balance
zwischen wirtschaftlicher Vernunft und sozialer Gerechtigkeit wieder
herzustellen.
Stephan Weil sagte: "Als Bürgermeister von Hannover
erlebe ich es regelmäßig in Bürgersprechstunden, dass viele Menschen
länger als ein Jahr eine Wohnung suchen und bei Besichtigungsterminen 60
Leute stehen. Hier wird die SPD sich kümmern. Bezahlbarer Wohnraum ist
eine neue soziale Frage." Weil ergänzte, dass etwa mit der Abschaffung
der Steuersenkung für Hoteliers viel mehr in den Wohnungsbau investiert
werden könne.
Ex-Bundesfinanzminister Peer Steinbrück konstatierte
eine Zunahme sozialer Spannungen durch den rasanten Mietenanstieg bei
Wohnungen. "Städte sind ein sehr wichtiger Lebensraum", so Steinbrück.
Die SPD lege nun Antworten vor, wie man der Dramatik am Wohnungsmarkt
entgegentreten könne. Steinbrück: "Die Bundesregierung verschärft mit
ihrem skandalös schlechten Mietrechtsänderungsgesetz die Lage. Damit
sind Mietsteigerungen gang und gäbe." Das Problem betreffe nicht nur
Neu-, sondern auch Altmieter. Im Bundesrat wolle die SPD mit vereinten
Kräften für neue Initiativen kämpfen.
Die SPD will verhindern, dass Menschen aufgrund steigender Mieten aus
ihren Wohnungen und ihrem sozialen Umfeld verdrängt werden. Gute und
energiesparsame Wohnungen dürfen nicht zum Luxusgut werden. Sie müssen
für alle erschwinglich sein.
Dazu gehört auch, sich gegen das Auseinanderdriften in reiche Viertel und abgehängte Nachbarschaften zu stellen.
Deutschland braucht wieder höhere Investitionen in das Wohnumfeld und
in lebenswerte Nachbarschaften, um das Zusammenleben von Menschen
verschiedenen Alters, verschiedener Herkunft und aus unterschiedlichen
sozialen Schichten zu verbessern. Dazu wird die SPD das Programm
"Soziale Stadt" zum Herzstück der Städtebauförderung machen.
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"Peter Struck war ein Glücksfall für die parlamentarische Demokratie" |
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Die Rede von Frank-Walter Steinmeier bei der Trauerfeier für Peter Struck im Wortlaut:
"Liebe Brigitte, liebe Angehörige,
liebe Freunde und Wegbegleiter von Peter Struck,
liebe Trauergäste,
noch immer lässt uns alle die Nachricht über den plötzlichen Tod von
Peter Struck fassungslos zurück. Bis zuletzt war er mitten unter uns,
nicht wegzudenken aus unserem Leben, ein enger Freund, Ratgeber und
Weggefährte für so viele, die heute hier sind, um Abschied zu nehmen.
Wir alle hier, die wir ein Stück gemeinsamen Weges mit Peter Struck
gegangen sind - manche ein kürzeres Stück, manche über Jahre und
Jahrzehnte – wir alle tragen Bilder und Erinnerungen in uns. An
gemeinsam Erlebtes, an Höhen und Tiefen eines langen politischen Lebens,
an Siege und Niederlagen! Peter Struck hat in dieser Geschichte Spuren
hinterlassen. Er hat diese Geschichte zu einem guten Stück mitgeprägt
und er hat Erfolg errungen und erkämpft. Aber womit er die Menschen vor
allem für sich gewinnen konnte, das war die Art wie er diese Erfolge
errungen hat, wie er Politik verstanden und praktiziert hat.
Peter Struck ist oft beschrieben worden als knorriger Typ, als
Raubauz, als jemand, der geradeaus, der echt war, Klartext geredet und
wenn nötig auch provoziert hat.
Das ist alles sicher zutreffend. Aber wer ihn genauer kannte, der weiß:
Jenseits von alldem war Peter Struck zunächst und vor allem eines:
Ein Mensch voller Pflichtbewusstsein, einer der Verantwortung, wo er
sie trug, überaus Ernst genommen, der in keiner Sekunde vergessen hat,
dass sein politisches Mandat nur geliehen ist. Und der stets im Sinn
hatte, dass er denen – und nur denen - Rechenschaft schuldig ist, denen
er das Mandat verdankt: Den Bürgerinnen und Bürgern – und niemandem
sonst!
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Klartext zum CDU-Parteitag: Blutleer |
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Ein Kommentar des WDR 2 zum CDU-Parteitag (von Volker Schaffranke):
"Die Kanzlerin ist stark, doch die Partei ist schwach.
Inhaltlich startet die CDU mit ihrer Parteivorsitzenden Angela Merkel blutleer
in das Bundestagswahljahr, so WDR 2 Korrespondent Volker Schaffranke:
Die große Stärke der Kanzlerin, ist gleichzeitig die
Schwäche der Parteivorsitzenden. Die Moderatorin Merkel hat dieses ramponierte
schwarz-gelbe Bündnis über vier Jahre gerettet.
Doch dieser Stil reicht als Parteichefin bei weitem nicht.
In ihrer einstündigen Rede waren alte, bekannte Sätze und Durchhalte-Parolen zu
hören - aber es war kein Platz für Visionen und neue Ideen, die eine Partei
voranbringen. Merkel hat sich wieder einmal um die entscheidende Frage für die
CDU herumgeschlichen: Was bedeutet konservativ im 21. Jahrhundert? Wie
erreichen wir wieder unsere Stammwähler in den Großstädten, die immer mehr Grün
wählen? Wie können wir die Unterstützer auf dem Land mitnehmen, ohne dass sie
glauben, für sie sei kein Platz in der CDU?
Die Partei hat es unter Angela Merkel jahrelang versäumt,
die Vielfalt von Lebensentwürfen anzunehmen - sie läuft immer nur hinterher.
Wenn man gegen steuerliche Vorteile für die eingetragene Lebenspartnerschaft
von Lesben und Schwulen ist, dann wäre es für eine wertkonservative Partei
zwingend notwendig, über eine komplette Abschaffung des Ehegatten-Splittings
nachzudenken und ein Familien-Splitting auf den Plan zu rufen. Nichts von
alledem hat man in Hannover gehört. Merkel hat 60 Minuten geredet, acht Minuten
wurde stehend applaudiert und dann wurde sie mit 98 Prozent wiedergewählt. Doch
inhaltlich startet die CDU mit ihrer Parteivorsitzenden Angela Merkel blutleer in
das Bundestagswahljahr 2013!
Hannover war ein "Jubel, Trubel,
Heiterkeits-Parteitag". Mehr nicht!"
(Quelle: www.wdr2.de)
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