Bundespolitisches
30.08.2010   
DFB-Gespräch mit Dagmar Freitag: "Generalprobe für 2011 war ein voller Erfolg"
 

Frauen gewinnen, gerade auch im Fußball. Die Nationalmannschaft ist aktueller Welt- und Europameister. Auch an der Basis stimmt die Entwicklung. In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Zahl der Mädchenteams verdoppelt.

Um über die Gegenwart und Zukunftschancen zu diskutieren, hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für drei Tage in die Mainzer Rheingoldhalle zum Frauen- und Mädchenfußballkongress 2010 "Alles, außer Abseits!" eingeladen. Kurt Beck, Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, hatte die Schirmherrschaft übernommen.

 

Auch Dagmar Freitag war nach Mainz als Gastrednerin gekommen. Seit 1994 sitzt die ehemalige Englisch-Lehrerin für die SPD im Deutschen Bundestag, im vergangenen November wurde sie zur Vorsitzenden des Sportausschusses gewählt. Und wenn der mitgliedsstärkste Einzelsportverband einen dreitägigen Kongress zum Thema Frauen- und Mädchenfußball veranstaltet, dann ist das für die 57-jährige Politikerin schon so etwas wie eine Pflichtveranstaltung.

Frauen sollen Sport treiben, sagt Dagmar Freitag‚ "unfeminine" Sportarten kennt sie nicht. Und auch in den Spitzenpositionen der Verbände wünscht sie sich mehr Frauen. "Aber wir Frauen müssen uns diese Positionen auch erobern wollen", sagt sie im DFB.de Gespräch der Woche mit Onlineredakteur Thomas Hackbarth.

 

DFB.de: Frau Freitag, was ist denn mit dem alten Diktum geschehen, dass Sport und Politik nichts miteinander zu tun haben?

Dagmar Freitag: Das war damals genauso falsch wie heute, denn Politik und Sport haben reichlich Gemeinsamkeiten. Beide wirken in und für die Gesellschaft, oft genug überschneiden sich die Zielsetzungen. Mit Ausnahme des Fußballs erhalten die meisten Spitzensportverbände hohe Zuwendungen vom Bund. Also schauen wir da auch genau hin. Oder lassen Sie uns einen Blick zurück auf die WM in Südafrika werfen: In der deutschen Mannschaft standen etliche junge Männer mit ausländischen Wurzeln. Für uns Fans war das unsere Nationalmannschaft, die ein großartiges Turnier gespielt hat. Die Frage der Herkunft der Spieler spielte - wenn überhaupt - in der Diskussion eine positive Rolle. Auch dieses Beispiel zeigt die gesellschaftspolitische Wirkung des Sports.

 

DFB.de: Wie zufrieden sind Sie mit der Gleichstellung der Frau im Sport?

Freitag: Das Thema ist nicht neu. Sowohl der Deutsche Olympische Sport-Bund als auch der DFB bemühen sich seit vielen Jahren und durchaus mit steigendem Erfolg, Frauen dafür zu begeistern, sich ehrenamtlich einzubringen. Ich möchte Frauen auch ausdrücklich ermuntern, sich dafür zur Verfügung zu stellen. Der Status Quo ist dennoch nicht zufriedenstellend. Im Geschäftsführenden Präsidium des Deutschen Leichtathletik-Verbandes bin ich beispielsweise nach wie vor die einzige Frau.

mehr...
 
30.08.2010   
Im Interview mit den RuhrNachrichten: Dagmar Freitag über Dopingkampf und Olympia 2018
 
DORTMUND Die 100-Tage-Grenze im Amt hat Dagmar Freitag, Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag, längst überschritten. Im Interview berichtet die Politikerin aus Letmathe auch über ihre jüngste Reise zu den Jugendspielen in Singapur.Von Gerd Strohmann

Sie sind gerade aus Singapur zurückgekehrt. Welche Eindrücke konnten Sie sammeln?

Dagmar Freitag: Die Stimmung sowohl im deutschen Team als auch bei den Athleten untereinander habe ich als großartig empfunden. Kein Wunder, wann bekommt man in dem Alter schon mal solch eine Chance? Auch die neuen Wettkampfformen wie Kontinentalteams im Fechten beispielsweise sorgten für echte Begeisterung, übrigens auch bei Trainern und Betreuern.

Also eine rundum gelungene Sache?

Freitag: Einen Wermutstropfen lieferte mein Blick auf das „Cultural and Education Programme“, das den Jugendlichen nach dem erklärten Willen des IOC den Blick für die Olympischen Werte schärfen sollte. Hier suchte man einen eigenständigen Baustein zum Anti-Doping-Kampf vergeblich – aus meiner Sicht ein absolutes Versäumnis, denn welche Zielgruppe wäre für Anti-Doping-Präventionsprogramme besser geeignet als 14- bis 18jährige?

Vor den Tagen in Singapur gab es auch grundsätzliche Bedenken gegen die Spiele...

Freitag: Auch ich habe nach wie vor Zweifel, ob 14jährige schon an solchen Wettkämpfen, die natürlich nichts anderes sind als Hochleistungssport, teilnehmen sollen. Die heute 10jährigen können Teilnehmer der nächsten Olympischen Jugendspiele 2014 sein. Wer schließt aus, dass überehrgeizige Eltern oder verantwortungslose Trainer jetzt beginnen, diese Kinder auf dieses Event vorzubereiten – mit welchen Methoden auch immer?
mehr...
 
19.08.2010   
SPD in Umfragen stärkste Partei - Mehrheit für Rot-Grün
 
Union und FDP haben bei den Wählern zurzeit keine Mehrheit mehr. Das hat das Meinungsforschungsinstitut Allensbach in einer Umfrage für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ermittelt. Demnach hat die SPD erstmals seit der Bundestagswahl CDU und CSU als stärkste Partei überholt: Mit 32 Prozent liegt die SPD einen Prozentpunkt vor der Union, die auf 31 Prozent kommt. In den westlichen Bundesländern würden sogar 33 Prozent für die SPD stimmen, wenn nächste Woche Bundestagswahl wäre.

Die Grünen kommen in der Umfrage auf 17 Prozent und lassen die FDP mit nur 6 Prozent weit hinter sich. Damit hätte Rot-Grün auf Bundesebene mit 49 Prozent eine parlamentarische Mehrheit. Union und FDP wären rechnerisch selbst mit der Linkspartei deutlich in der Minderheit. Im Westen wäre Rot-Grün nach der Allensbach-Umfrage mit zusammen 51,5 Prozent auch ohne die Linkspartei stärker als Schwarz-Gelb mit 38,5 Prozent.
 
12.08.2010   
Google Street View: Regierung muss gesetzlichen Rahmen schaffen
 

Nach der Ankündigung des Internetkonzerns Google, den umstritten Online-Dienst Street-View noch in diesem Jahr in zwanzig deutschen Städten zu starten, wirft die SPD-Bundestagsfraktion der Bundesregierung Versäumnisse vor: „Die Bundesregierung hätte längst eine solide gesetzliche Grundlage zum Schutz der Privatsphäre im Internet schaffen müssen,“ kritisierte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer Thomas Oppermann.


Der SPD-Innenpolitiker Gerold Reichenbach wirft der Bundesregierung vor, sich von Google überrumpeln zu lassen. „Offensichtlich hat Google bewusst die parlamentarische Sommerpause abgewartet, um seine Absicht zu verkünden und alle – insbesondere CSU-Verbraucherschutzministerin Aigner – zu überraschen“, so Reichenbach, der das Thema Datenschutz für die SPD-Fraktion im Innenausschuss des Bundestages bearbeitet.

 

Die Bundesregierung habe dafür Sorge zu tragen, dass die Wahrnehmung des Widerspruchsrechts durch die Bürger für jedermann einfach und unkompliziert möglich sei. Darüber hinaus müsse sie Google verpflichten, die Daten tatsächlich erst dann ins Internet einzustellen, wenn alle Widersprüche bearbeitet seien, so Reichenbach.

 

Für Deutschland hat Google die Möglichkeit geschaffen, vor dem Start von Street View einer Veröffentlichung von Bildern des eigenen Hauses zu widersprechen. Unter www.google.de/streetview wird es in Kürze ein Onlineformular geben, mit dem Mieter und Hausbesitzer in den 20 Street-View-Städten beantragen können, dass ihr Gebäude unkenntlich gemacht wird. Auf Kritik stößt unter anderem, dass Google die Widerspruchsmöglichkeit nur für vier Wochen einräumen will. Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann kritisierte: „Was Google plant, geht zu schnell und zu weit.“

 
08.07.2010   
Dagmar Freitag beim internationalen Frauenfußballturnier in Berlin
 
discoverfootball3

















Vom 6. bis 13 Juli 2010 findet das erste internationale Frauenfußball- und Kulturfestival am Anhalter Bahnhof in Berlin statt. Discover Football steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und repräsentiert internationale Begegnungen im Frauenfußball. „Diese Veranstaltung ist der Beweis dafür, dass das Fußballjahr 2010 noch lange nicht beendet ist. Discover Football ist für mich interkultureller Austausch mit einem enormen Förderpotential“, erklärt Dagmar Freitag, die bei einem gemeinsamen Frühstück mit Spielerinnen und Vertretern der Mannschaften die Gelegenheit hatte, dies hautnah zu erleben.
Im Jahr 2010 beteiligen sich acht Frauenfußballteams, die aus der ganzen Welt ihren Weg nach Berlin gefunden haben, am Projekt Discover Football. Teilnehmende Mannschaften kommen aus Afghanistan, Österreich oder Sambia. Initiiert von Spielerinnen des BSV AL-Dersimspor e.V. entstanden die ersten Ideen und Konzepte nach einer beeindruckenden Begegnung mit der Frauenfußballnationalmannschaft der Islamischen Republik Iran im Frühjahr 2006. Daraus entwickelte sich in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt, den Deutschen Botschaften sowie den Goethe-Instituten ein internationales Kulturfestival. Die Organisatoren haben es geschafft, aus einer bunt gemischten Bewerbergruppe eine kulturelle Vielfalt zusammenzustellen, die als einmaliger Auftakt für das nächste Fußball-Großereignis in Deutschland gelten kann – die Frauenfußball WM 2011.
 
07.07.2010   
Dagmar Freitag präsentiert der Paralympic-Siegerin Verena Bentele Tastmodelle im Reichstag
 
v.bentele_bundesversammlung2

















Die blinde Ausnahme-Biathletin Verena Bentele (vierfache WM- und zwölffache Paralympic-Siegerin) wurde von der SPD Baden-Württemberg als Wahlfrau für die Bundesversammlung nominiert.

Am 30. Juni hatte Verena Bentele deshalb nicht nur die Gelegenheit, ihre Stimme für die Wahl zum Bundespräsidenten abzugeben, sondern auch das Reichtagsgebäude abseits des Plenarsaals zu besuchen.

 

Hilfreiches Highlight für die blinde Sportlerin waren drei Tastmodelle, die auf Initiative der heimischen Bundestagsabgeordneten Dagmar Freitag (SPD) seit 2007 nach und nach im Reichstag in Berlin installiert wurden.

Dagmar Freitag hatte das Projekt, das mittlerweile weltweit Vorbildcharakter hat, initiiert, nachdem eine Gruppe sehbehinderter Menschen aus ihrem Wahlkreis im Bundestag zu Besuch war.
mehr...
 
Anfang zurück... 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 vor... Ende

Ergebnisse 1 - 6 von 165
Joomla Templates and the Joomla Book